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# Was, wenn zwei von 20 Mitarbeitern in deinem Team humanoide Roboter wären?  #304
- URL: https://ameikos.ghost.io/304/
- Published: 2026-07-07T11:07:18.000Z
- Updated: 2026-07-15T10:36:54.000Z
- Description: Die KI ist gerade erst in unserem Alltag angekommen. Demnächst kommen Augen, Hände, Arme und Beine dazu. Ich habe sie in Shenzhen, Zürich und Stuttgart besucht: die Humanoiden und Spezialroboter, die KI-Boys und -Mädls, die vielleicht auch bei Dir bald mitbuckeln …
- Author: Stefan Schranz
- Tags: Technik_Digital_KI, Gesellschaft, Self_Team-Management, Wirtschaft_Tourism, x1A_Strategie, x1B_Innovation, x1C_Service Excellence, Alle, x5_Organisations-Management

Gern teile ich ein paar Eindrücke aus meinen Scouting-Trips mit Dir – und was sie für Dich bedeuten könnten, wenn Humanoide und Spezialroboter eines Morgens *plötzlich bei Dir an die Tür klopfen und mitarbeiten* wollen.   
Weiterlesen oder einfach anhören....

![audio-thumbnail](https://storage.ghost.io/c/e1/27/e1271408-a53a-4435-9ecd-46136b30ed10/content/media/2026/07/304_Ameikos-ETH-Fraunhofer-Shenzhen-Robotik_thumb.png)

304 Ameikos ETH Fraunhofer Shenzhen Robotik

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Klassische Industrieroboter wiederholen auf Basis fixer Algorithmen exakt programmierte Bewegungen. Die neue Generation kann mehr: Humanoide und spezialisierte Roboter werden künftig kochen, reinigen, servieren und handwerkliche Arbeiten übernehmen.

Transporte, Kontrollgänge, Rasenpflege, Schneeräumung, Gepäck- und Wäschelogistik sowie standardisierte Küchen- und Servicearbeiten – das sind typische Roboterjobs. Pflege daheim, Unterhaltung für Menschen, die lieber mit ihrem KI-Buddy reden, als schweigsam zu bleiben, bis hin zum privaten Sparringpartner: Das alles ist keine Zukunftsmusik.

Am Bau und im Handwerk gilt: Nicht immer braucht ein Roboter Beine. Manchmal sind Räder besser, manchmal ein intelligenter Bagger – und manchmal reicht die Automatisierung eines einzigen Handgriffs in luftiger Höhe, der sonst ein Gerüst voraussetzen würde.

Der Traum vom Roboter, der zu Hause eigenständig die Küche aufräumt oder bügelt, hat langfristig enormes Marktpotenzial, ist technologisch jedoch die härteste Nuss. Trotzdem: KI-gesteuerte Staubsauger sind längst in unsere Haushalte eingezogen.

### Aber wer oder wie trainiert man die KI-Kollegen?

Wenn ein humanoider Koch zum Beispiel zwei Wochen lang das Geschehen am Herd beobachtet, alles speichert, was er sieht und hört, und anschließend selbst ausprobiert, was er auf den Teller bringt, dann ist das eine Methode, wie Roboter ihre Jobs lernen und Erfahrungen sammeln. Das ersetzt zunehmend die aufwendige Programmierung von komplexen Algorithmen sowie unzähligen Tests und Bugs im System.

Das funktioniert, wenngleich derzeit noch langsam, wie man in [diesem Video sieht, in dem Mark Roboter gegen Nick DiGiovanni kocht](https://youtu.be/5bevi%5F0v6wU?si=XqW-Nsx%5FLYM2vv8S&t=682&ref=ameikos.ghost.io).

[![](https://storage.ghost.io/c/e1/27/e1271408-a53a-4435-9ecd-46136b30ed10/content/images/2026/07/Bildschirmfoto-2026-07-06-um-22.43.31.png)](https://youtu.be/5bevi%5F0v6wU?si=XqW-Nsx%5FLYM2vv8S&t=682&ref=ameikos.ghost.io)

### Und was kannst Du jetzt im Unternehmen konkret machen?

1. Einen neugierigen Mitarbeiter zum KI- und Robotik-Scout machen.
2. Anwendungen bei anderen branchengleichen und branchenfremden Unternehmen und Entwicklungseinrichtungen ansehen. Erwartungen und Erfahrungen austauschen.
3. Drei repetitive, körperlich belastende oder schwer zu besetzende Tätigkeiten identifizieren und dafür Zeit, Kosten, Fehler und Belastung messen.
4. Einen kleinen Pilotversuch starten.
5. Mitarbeiter von Beginn an einbeziehen.
6. Prozesswissen sichern und Betriebsgeheimnisse schützen.

### Meine Erkenntnisse aus den Beobachtungen und Gesprächen in Shenzhen, Zürich und Stuttgart:

- Die größte Hürde wird vermutlich nicht die Technik sein, sondern die Akzeptanz im Unternehmen.
- Deshalb sollte die Frage nicht lauten: Welchen Menschen können wir ersetzen?  
Sondern: Welche Arbeit soll die Maschine übernehmen, damit Menschen mehr Zeit für Erfahrung, Verantwortung, Kommunikation, Kreativität und Entscheidungen haben? Mehr Zeit für exzellenten Kunden- und Gäste-Service, die wirklich überraschen oder begeistern.
- Vielleicht erleben wir bald einen ChatGPT-Moment der Robotik: einen Zeitpunkt, an dem die Technologie plötzlich einfach, leistbar und praktisch nutzbar wird. Wann das passiert, weiß ich nicht, und wahrscheinlich auch niemand aus der Techonologie-Szene. Aber es wir demnächst viel mehr passieren, als allgemein erwartet wird.
- In unseren Breitengraden haben wir hohe Lohnkosten und begrenzte Personalressourcen, aber viel Spezialwissen und gut ausgebildete Menschen. Genau diese Kombination macht intelligente Robotik für unseren Standort interessant, wenn wir ernsthaft und kreativ die KI und die Robotik ausreizen um konkurrenzfähig zu bleiben.

Die Frage ist nicht, ob das passiert, sondern ob wir uns früh genug damit beschäftigen. Früh genug ist jetzt!

**Weitere Best-Practice-Beispiele** sowie ein Beitrag über ***„Die KI konsumtauglich machen“*** sind Inhalt der nächsten Ameikos. Wenn Du daran erinnert werden möchtest oder die nachhaltig wirkungsvollsten Ameikos seit 2014 lesen willst, abonniere den Blog, indem Du auf **„Impulse kostenlos abonnieren“** klickst.

So long - Bleib neugierig und mach Dein Ding.

Stefan Schranz

![](https://storage.ghost.io/c/e1/27/e1271408-a53a-4435-9ecd-46136b30ed10/content/images/2026/06/__Stefan-Untrsf_blau_trans.png)

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