Von FOMO zu JOMO: Warum Fokus auf "weniger ist mehr" viel mehr Lebensqualität bringt

Von FOMO zu JOMO: Warum Fokus auf "weniger ist mehr" viel mehr Lebensqualität bringt

Ich schätze Dorffeste, bei denen man die Einheimischen trifft, genauso wie die pulsierende DJ-Techno-Szene. Auch Business-Events gehören fix ins Programm – vorausgesetzt, sie verblöden nicht mit naiven Erfolgsmärchen. ABER: Ein oder zwei starke Formate pro Woche oder Monat genügen in der Regel; fünf Highlight-Hochzeiten zwischen Freitag und Sonntag hingegen verwässern die Wirkung und ermüden, wirken am Schluss inflationär.

Deshalb sollten wir „FOMO – Fear of Missing Out“ vermeiden. Das ist der Drang, überall dabeisein zu wollen, ja nichts vermeintlich Wichtiges zu versäumen. Wer dem Drang von FOMO unterliegt, verliert Klarheit, Ruhe und die Zeit, in sich zu verweilen. Das rastlose Wichtigseinmüssen ist zudem nicht nur anstrengend, bei manchen Personen wirkt das auf mich auch mehr oder weniger penetrant.

Die Alternative heißt JOMO – „Joy of Missing Out“: die bewusste Freude am „Nicht-dabeisein-Genießen“. Nicht Masse zählt, sondern das, was wirklich nährt und bleibt. Das kann ein Vortrag mit echter Substanz oder z. B. ein grandios einfaches Essen vom Besten mit speziellen Freunden sein. Nicht mehr von noch mehr. Von weniger die Essenz ist eine ganz andere Kategorie.

UNSER FOKUS HEUTE

Wir richten den Blick weg vom ewigen Hinterherlaufen und hin zu bewusst gewählten Momenten, Events und Veranstaltungen.

Wir entscheiden, ob ein Abend voller Menschen uns wirklich stärkt – oder ob ein Morgenspaziergang durch den Regenwald, ein gutes Buch oder intensive Zeit mit wenigen, wichtigen Menschen mehr Substanz geben.

UNSER NUTZEN

Wir gewinnen Klarheit, Ruhe und echte Erinnerungen. Statt von der Angst getrieben zu sein, etwas zu verpassen, bestimmen wir selbst, was uns erfüllt. Weniger Termine, weniger Show, weniger, aber besseres Networking – dafür mehr Tiefe, mehr Freude, mehr Kraft für das, was wirklich zählt.

One more thing von TippCreator Stefan Schranz.

Interessierte Menschen sind interessante Menschen. Sie antworten nicht nur auf nicht gestellte Fragen, stattdessen stellen sie Fragen, interessieren sich für andere Welten. Sie lassen sich ein – vielleicht auf eine unpopuläre Mitternachtsruhe in den Cinque Terre, nachdem die Reisekarawane weitergezogen ist, wie hier in Manarola...