Glasfassade trifft Klimakrise / Glass façade meets climate crisis B#90
Hitze in Schulen ist nur die sichtbare Spitze des Problems. Denn viele moderne Glasbauten funktionieren im Klimawandel nur noch mit teurer Technik. Was architektonisch glänzt, entpuppt sich zunehmend als kostspielige Fehlplanung.
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Vergangene Woche dominierte ein Thema die Nachrichten: Hitze in den Schulen. Doch nicht nur Klassenzimmer geraten an ihre Grenzen – auch viele Verwaltungsgebäude und Wohnblöcke, die sich mit ihrem gläsernen Design in Architekturmagazinen präsentieren, kommen im Klimawandel ins Schwitzen. Und wenn nicht, dann nur dank kostspieliger Zusatztechnologien, die regelmäßig gewartet werden müssen.
Auch atemschwache Betonbauten mit tonnenweise Dämmung kämpfen mit Nebenwirkungen. Und über öffentliche Plätze, die man entbaumt und stattdessen mit Wassersprühlanzen be(pf)lanzt, ganz zu schweigen.
Vielleicht ist es Zeit, sich wieder auf Bauweisen zu besinnen, die schon einmal funktioniert haben – bevor wir uns in Glas und Styropor verliebt haben.
Dicke Ziegelwände, kleinere Fensterflächen, keine Dämmorgien. Weniger ist manchmal mehr – vor allem, wenn es um Wohlbefinden geht.
Und ganz ehrlich: Ob gläserne Wohnräume wirklich „hygge“ sind, wie die Dänen sagen? Zweifel sind erlaubt. Im Alltag sieht man oft nicht viel mehr als die Rückwand einer Couch – oder geschlossene Jalousien, Tag und Nacht. Und in manchen Bürogebäuden besteht das Bild von Außen nicht selten aus Papiereimern unter den Schreibtischen und den Beinen der Sekretärinnen.
UNSER FOKUS HEUTE
- Als Führungskräfte tragen wir Verantwortung – auch in frühen Planungsphasen.
Wir reden mit. Wir denken mit. Und wir gestalten mit. - Als Architekten dürfen wir den architektonischen Mainstream kritisch hinterfragen – vor allem, wenn Funktion, Klima und Alltag auf der Strecke bleiben.
- Und als Laien – beruflich wie privat – dürfen wir den Mut haben, nicht alles, was als innovativ oder modern empfohlen wird, auch als beste Lösung zu akzeptieren.
Ich habe diesen Mut aufgebracht und festgestellt, dass Bauphysiker oft anders denken als erfahrene Baumeister oder Architekten - zum Beispiel im Engadin oder in Südtirol, die Altbewährtes nicht plattmachen und Aquarien draufstellen.
UNSER NUTZEN
- Wir bauen nachhaltig.
- Wir bauen, wie es für unseren Alltag passt.
- Wir bauen so, dass Funktion und Design per du sind.
- Wir fragen, wie einfach oder wie smart ein Haus sein soll.
Ein Zitat, das mir dazu einfällt: "Nur dumme Häuser brauchen viel Smarthome".
Last but not least from TippCreator Stefan Schranz
… one more thing
Das Neue ist schnell groß. Vor allem, wenn es laut vermarktete wird. Wie gut, dass es Ausnahmen gibt, die das Moderne vorerst mal kritisch hinterfragen und zugleich aber technologieoffen bleiben.



Last week, one topic dominated the headlines: heat in schools. But it’s not just classrooms that are reaching their limits – many administrative buildings and residential blocks, proudly featured in architecture magazines for their glassy designs, are sweating through the climate crisis. And if they aren’t, it’s often only thanks to expensive add-on technologies that require constant maintenance.
Breathless concrete structures packed with insulation are also struggling with side effects. And public squares – once shaded by trees but now “planted” with water misters – deserve a mention of their own.
Maybe it’s time to revisit building methods that once worked – before we fell in love with glass and Styrofoam. Thick brick walls, smaller windows, no insulation mania. Less is sometimes more – especially when it comes to comfort and well-being.
And honestly: Are glass living spaces really as “hygge” as the Danes say? One may doubt it. In everyday life, you often see little more than the back of a couch – or closed blinds, day and night. And in some office buildings, the exterior view is often reduced to trash bins under desks and the legs of administrative assistants.
OUR FOCUS TODAY
As leaders, we carry responsibility – even in early planning stages.
We speak up. We think along. We help shape the outcome.
As architects, we must be willing to question the architectural mainstream – especially when functionality, climate, and daily life are compromised.
And as non-experts – both professionally and privately – we’re allowed to have the courage not to accept every so-called innovative or modern idea as the best solution.
I’ve found that courage – and discovered that building physicists often think differently than seasoned builders or architects.
Just look at places like Engadin or South Tyrol, where proven methods aren’t demolished and replaced with aquariums.
OUR BENEFIT
We build sustainably.
We build in ways that suit our daily lives.
We build so that function and design go hand in hand.
We ask ourselves: How simple or how smart should a house be?
A quote that comes to mind: “Only dumb houses need lots of smart home tech.”
Last but not least from TippCreator Stefan Schranz
… one more thing
The new rises quickly – especially when it’s loudly marketed.
Thankfully, there are exceptions – those who question modernity critically while staying open to technology.
