Stille schenkt uns Klarheit / Silence gives us clarity. #B100

... und freu mich, wenn ich heute in der Wiener U-Bahn Stille finde. Möglicherweise mit einem leisen "piano" im Ohr.

Stille schenkt uns Klarheit / Silence gives us clarity. #B100

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Ich habe meine Bibliothek von 500 auf 200 Bücher reduziert. Die besten. In den geschätzten 50.000 Seiten gibt es einen Satz auf Seite 69 in einem kleinen Buch:
„Eine meiner Töchter hat es während ihrer Sommerferien zu meiner Freude so erklärt: Stille ist das einzige Bedürfnis, das diejenigen, die ständig auf der Jagd nach was Neuem sind, niemals erfahren werden.“ Am Cover dieses Buches von Erling Kagge – Anwalt, Extremwanderer und Philosoph – steht nur „Stille“.

Wir leben und arbeiten in einer interessanten Welt, die selten leise ist. Termine, Gespräche, Infos, Medien – ein Dauerfeuer, das leicht zur inneren Unruhe führt. Um klarer zu sehen, tiefer zu denken und besser zu handeln, brauchen wir Räume der Stille.

Stille ist für Vielbeschäftigte gleich bedeutend wie für Eltern, Schüler – ja, für junge Menschen. Oder für jene, die mehr Orientierung in sich wünschen. Um freier zu sein.

Ein Skill in diesem Kontext ist auch, mitten im Trubel die Stille in den Gedanken zu entdecken. Ich darf hinzufügen: Das geht auch im sozialen Mediendschungel, weil Stille nicht zwangsläufig die Abwesenheit von Geräusch sein muss. Vielmehr ist Stille ein Mindset, Fokus. Eine Entscheidung. Eine Haltung.

Und Stille kann auch Gamechanger im Tourismus sein, wenn die Dauerbespielung zeitweilig durch aktive Stille unterbrochen wird. Voraussetzung dafür ist, die Funktion der Positionierung zu kapieren. Kopieren reicht dazu nicht aus.

UNSER FOKUS HEUTE

  • Heute nehmen wir uns vor, bewusste stille Momente in unseren Arbeitsalltag zu integrieren. Fünf Minuten zwischen zwei Meetings. Kein Handy beim Kaffee.
  • Oder ein kurzer Spaziergang ohne Podcast in den Ohren. Wir konzentrieren uns bewusst auf Zwischenräume – weil genau dort neue Gedanken entstehen können. Die Minuten sind für mich, neben der Dusche, spontane Inkubationsmomente.
  • Wir praktizieren Stille als Kulturtechnik.

UNSER NUTZEN

Indem wir der Stille Raum geben, schärfen wir unseren Blick für das Wesentliche. Wir treffen bessere Entscheidungen, erkennen Zusammenhänge früher und hören einander aufmerksamer zu. Stille macht uns nicht langsamer – sie macht uns klarer. Und Klarheit ist in komplexen Zeiten ein Wettbewerbsvorteil.

Last but not least... one more thing von TippCreator Stefan Schranz

Es gibt diese Tage im Jahr, die unter die Oberfläche der Routine zu blicken motivieren. Ich mag das. Und freu mich, wenn ich heute in der Wiener U-Bahn Stille finde. Möglicherweise mit einem leisen "piano" im Ohr. Auch das kann Stille sein. Zwischen fremden Menschen, denen ich unbekannterweise diesen Luxus der besonderen Stille wünsche.

I’ve reduced my library from 500 to 200 books. The best ones.
Among an estimated 50,000 pages, there is one sentence on page 69 of a small book that stands out:
“One of my daughters explained it during her summer holidays, much to my delight: Silence is the only need that those who are constantly chasing something new will never experience.”
On the cover of this book by Erling Kagge – lawyer, extreme explorer, and philosopher – there is just one word: "Silence."

We live and work in a fascinating world that is rarely quiet.
Appointments, conversations, information, media – a constant barrage that easily leads to inner restlessness.
To see more clearly, think more deeply, and act more wisely, we need spaces of silence.

Silence is just as important for busy professionals as it is for parents, students – yes, for young people.
Or for those who seek more inner direction.
To be more free.

One key skill in this context is the ability to discover silence in one’s thoughts – even amidst the noise.
I’d like to add: this is also possible in the jungle of social media, because silence is not necessarily the absence of sound.
Silence is much more a mindset. A focus. A decision. An attitude.

And silence can be a game changer in tourism as well – when constant stimulation is occasionally interrupted by deliberate silence.
But this requires understanding the function of positioning.
Copying alone won’t do the trick.

OUR FOCUS TODAY

Today, we set the intention to consciously integrate quiet moments into our workday.
Five minutes between two meetings.
No phone during a coffee break.

Or a short walk without a podcast in our ears.
We focus deliberately on the in-between spaces – because that's exactly where new thoughts can emerge.
These minutes are, for me, right next to the shower, spontaneous moments of incubation.

We practice silence as a cultural technique.

OUR BENEFIT

By making space for silence, we sharpen our focus on what truly matters.
We make better decisions, recognize connections earlier, and listen to each other more attentively.
Silence doesn't slow us down – it makes us clearer.
And in complex times, clarity is a competitive advantage.

Last but not least ... one more thing from TipCreator Stefan Schranz

There are days in the year that inspire us to look beneath the surface of routine.I like that.And I’m delighted when I find silence today – on the Vienna subway.Perhaps with a soft piano tune in my ears.That too can be silence.

Among strangers to whom, unknowingly, I wish this same luxury:the gift of a special kind of stillness.