Von FOMO zu JOMO: Warum Fokus auf "weniger ist mehr" viel mehr Lebensqualität bringt #B115
Ich schätze Dorffeste, bei denen man die Einheimischen trifft, genauso wie die pulsierende DJ-Techno-Szene. Auch Business-Events gehören fix ins Programm – vorausgesetzt, sie verblöden nicht mit naiven Erfolgsmärchen. ABER: Ein oder zwei starke Formate pro Woche oder Monat genügen in der Regel; fünf Highlight-Hochzeiten zwischen Freitag und Sonntag hingegen verwässern die Wirkung und ermüden, wirken am Schluss inflationär.
Deshalb sollten wir „FOMO – Fear of Missing Out“ vermeiden. Das ist der Drang, überall dabeisein zu wollen, ja nichts vermeintlich Wichtiges zu versäumen. Wer dem Drang von FOMO unterliegt, verliert Klarheit, Ruhe und die Zeit, in sich zu verweilen. Das rastlose Wichtigseinmüssen ist zudem nicht nur anstrengend, bei manchen Personen wirkt das auf mich auch mehr oder weniger penetrant.
Die Alternative heißt JOMO – „Joy of Missing Out“: die bewusste Freude am „Nicht-dabeisein-Genießen“. Nicht Masse zählt, sondern das, was wirklich nährt und bleibt. Das kann ein Vortrag mit echter Substanz oder z. B. ein grandios einfaches Essen vom Besten mit speziellen Freunden sein. Nicht mehr von noch mehr. Von weniger die Essenz ist eine ganz andere Kategorie.
UNSER FOKUS HEUTE
Wir richten den Blick weg vom ewigen Hinterherlaufen und hin zu bewusst gewählten Momenten, Events und Veranstaltungen.
Wir entscheiden, ob ein Abend voller Menschen uns wirklich stärkt – oder ob ein Morgenspaziergang durch den Regenwald, ein gutes Buch oder intensive Zeit mit wenigen, wichtigen Menschen mehr Substanz geben.
UNSER NUTZEN
Wir gewinnen Klarheit, Ruhe und echte Erinnerungen. Statt von der Angst getrieben zu sein, etwas zu verpassen, bestimmen wir selbst, was uns erfüllt. Weniger Termine, weniger Show, weniger, aber besseres Networking – dafür mehr Tiefe, mehr Freude, mehr Kraft für das, was wirklich zählt.
One more thing von TippCreator Stefan Schranz.
Interessierte Menschen sind interessante Menschen. Sie antworten nicht nur auf nicht gestellte Fragen, stattdessen stellen sie Fragen, interessieren sich für andere Welten. Sie lassen sich ein – vielleicht auf eine unpopuläre Mitternachtsruhe in den Cinque Terre, nachdem die Reisekarawane weitergezogen ist, wie hier in Manarola...


I appreciate village festivals where you meet the locals just as much as the pulsating DJ techno scene. Business events are also a fixed part of the program – provided they don’t dumb down with naïve success stories. BUT: One or two strong formats per week or per month are usually enough; five highlight weddings between Friday and Sunday, on the other hand, dilute the impact and tire people out, ultimately coming across as inflationary.
Therefore, we should avoid "FOMO – Fear of Missing Out." It is the urge to be everywhere and to miss nothing that seems important. Those who succumb to FOMO lose clarity, peace, and the time to pause within themselves. This restless need to be important is not only exhausting; in some people, it also comes across to me as more or less pushy.
The alternative is JOMO – “Joy of Missing Out”: the conscious delight in “enjoying not being there.” It’s not quantity that counts, but what truly nourishes and endures. That could be a lecture with real substance or, for example, a grand yet simple meal of the best quality shared with special friends. Not more of more. From less, the essence is a whole different category.
OUR FOCUS TODAY
We turn our attention away from constant chasing and toward consciously chosen moments, events, and gatherings.
We decide whether an evening full of people truly strengthens us – or whether a morning walk through the rainforest, a good book, or quality time with a few important people provides more substance.
OUR BENEFIT
We gain clarity, calmness, and genuine memories. Instead of being driven by the fear of missing out, we decide for ourselves what fulfills us. Fewer appointments, fewer shows, less but better networking – and in return, more depth, more joy, more strength for what really matters.
One more thing from TippCreator Stefan Schranz.
Interested people are interesting people. They don’t just answer unasked questions; instead, they ask questions and take an interest in other worlds. They engage – perhaps in an unpopular midnight silence in the Cinque Terre, after the travel caravan has already moved on, like here in Manarola…

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