Kopf auf, Schublade zu! / Head up, drawer closed! B#60

„Die Jugend“, „die Alten“, „die Städter“: Solche Schubladen sind bequem – und fast immer falsch. Wer differenziert denkt, entdeckt Menschen, Chancen und Vielfalt, die Vorurteile systematisch übersehen. Kopf auf, Schublade zu.

Kopf auf, Schublade zu! / Head up, drawer closed! B#60

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"DIE Jugend" gibt es nicht. Auch nicht DIE Generation Z, DIE Baby Boomer oder DIE Alten. DIE Amerikaner und DIE Reichen gibt es genauso wenig, wie DIE Autofahrer:innen, DIE Urbanen vs. "Provinzler" ect ...

Spätestens jetzt ist mir ein leiser Shitstorm vieler Soziologen sicher. Was soll´s?
Im Kontext der Diskussionen über ein tendenzielles Verhalten einer Gruppe verstehe ich diese Kategorisierungen. Im Zusammenhang einer differenzierten Beurteilung von Menschen in einem bestimmten Alter oder einer Gruppe, die in einer bestimmten Region leben etc. ist diese kollektive Be- und Verurteilung KONTRA, weil man zB 20jährige kategorisch als faul bezeichnet, während die Alten fleißig, vernünftig und sparsam sind, Stätdler als besonders fortschrittlich ansieht und Leute mit Ferrari für reich und sportlich empfunden werden...

Das ist Schwachsinn! Kapito? Also...

Unser FOKUS HEUTE

Wir, egal ob Jung oder Alt, ob Chef oder Lehrling, Studentin oder Aufsichtsratsvorsitzender, differenzieren und hören auf mit stumpfen Kategorisierungen, die Menschen ihres Alters oder ihrer Herkunft wegen in eine vorgebastelte Schublade stecken.

Wir müssen uns angewöhnen aktiv zu differenzieren. Das eröffnet eine ganze Menge von Chancen. Beruflich und privat. Im Recruting genauso wie als junger Mitarbeiter, der sich in seinem ersten Arbeitsjahr bereits Chancen verbaut, wenn seine Welt aus ein paar wenigen Schubladen besteht.

Unser NUTZEN?

Vielleicht verbringen wir das Wochenende mit vielen großartigen Jugendlichen. Mit vielen der Alten, die mit 80 noch voll open Mind sind. Wir werden Menschen erreichen - ganz Junge und Alte, Leute von Anderswo und Branchenfremde - die unser Unternehmen und unser Denken bereichern. Unserem Privatleben ein Vielfalt schenken.

Unser differenziertes Denken bereichert und verändert auch die eine oder andere Beziehung zwischen einigen Kolleg:innen in unserem Team. Und unsere neue Nachbarschaft passt vielleicht nicht in unser Vorurteilsschema. Deshalb: "Kopf auf, Schublade zu".

Außerdem zeigt uns das DailyFocus-Bild, dass es zwischen schwarz und weiß noch 10.000 bunte unerwartete Töne gibt, die nicht in eine Schublade passen.

TippCreator – Stefan Schranz ... and one more thing...

Ich widme diesen DailyFocus meiner Mama, die heute ihren 98sten Geburtstag hätte. Im Nachruf vor 10 Jahren war zu hören: "... es war richtig schön, deine Faszination für das Neue zu beobachten und dein Interesse und deine Offenheit bis zuletzt mitzuerleben."Anmerkung: Mamas Einstellung war in vielen Dingen bis ins hohe Alter erstaunlich jugendlich.

Weitere Best-Practice-Beispiele sowie ein Beitrag über "................ spannende Headline eines nächsten Amaiko einfügen............" sind Inhalt der nächsten Ameikos. Wenn Du daran erinnert werden möchtest oder die nachhaltig wirkungsvollsten Ameikos seit 2014 lesen willst, abonniere den Blog indem Du auf "Impulse kostenlos abonnieren" klickst.

Servus, ciao und allegra. Bleib neugierig und mach Dein Ding.

Stefan Schranz

There is no such thing as THE youth. Just like there’s no such thing as THE Gen Z, THE Baby Boomers, or THE elderly. THE Americans and THE rich don’t really exist either—just as little as THE drivers, THE urbanites vs. “the folks from the sticks”, etc.

By now, I'm almost certain to face a quiet shitstorm from many sociologists. Oh well.
In the context of discussing tendencies within a group, I understand these categorizations. But when it comes to a nuanced assessment of people—based on age, geography, or lifestyle—this collective labeling becomes COUNTERproductive. Like calling all 20-year-olds lazy, while the elderly are supposedly diligent, sensible, and thrifty. Or assuming city dwellers are inherently progressive, or that someone with a Ferrari is rich and athletic…

That’s nonsense! Got it? So…

Our FOCUS TODAY

Regardless of whether we’re young or old, CEO or apprentice, student or board chair—we stop the blunt categorization of people based on age, origin, or lifestyle.

Let’s make a habit of active differentiation. It opens up so many opportunities—professionally and personally. In recruiting, and as a young employee, who might already close doors in the first year by relying on a worldview limited to a few stereotypes.

Our BENEFIT

Maybe we’ll spend this weekend with amazing young people. And with older folks, still full of curiosity and open-mindedness at 80. We’ll connect with people—young and old, from different places or industries—who will enrich our company and way of thinking. And bring diversity into our private lives.

This nuanced thinking will also transform some of the dynamics between team colleagues. And perhaps our new neighbors don’t quite fit into our tidy prejudice box. So: “Open mind, close drawer.”

Today’s DailyFocus image reminds us that between black and white lie 10,000 colorful, unexpected shades—none of which belong in a box.

TippCreator – Stefan Schranz … and one more thing…

I dedicate this DailyFocus to my mother, who would have turned 98 today.In her obituary ten years ago, someone said: “… it was truly beautiful to witness your fascination with the new, your curiosity and openness, right up to the end.”Note: In many ways, Mom’s attitude remained surprisingly youthful well into old age.